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Häusliche Gewalt

Partnerschaftsgewalt umfasst neben psychischer Gewalt unter anderem auch aggressives Wegschubsen, Schlagen, den Einsatz von Waffen, sexuelle Nötigung und Vergewaltigung. Opfer von Gewalt in Partnerschaften sind zum größten Teil Frauen. Statistisch gesehen, erlebt jede vierte Frau körperliche oder sexuelle Gewalt in ihrer Partnerschaft – jeden dritten Tag stirbt ein Opfer an den Folgen.

Was ist häusliche Gewalt?

  • psychische Gewalt körperliche Gewalt
  • Bedrohung sexuelle Nötigung
  • Vergewaltigung

Was wird getan?

  • Nein-heißt-Nein Täterarbeit
  • Präventionsarbeit Opferschutz Kinderschutz
  • Hochrisikofallbetrachtung Aufklärungsarbeit

Wer kann helfen?

  • Familienberatungsstellen Gewaltberatungsstellen
  • Beratungs- und Interventionsstellen Polizei
  • Stiftung Opferhilfe Niedersachsen Frauenhäuser
  • Weisser Ring Männerberatungsstellen
  • Jugendamt

Der CEDAW-Ausschuss empfiehlt, sich diesem Thema umfassend zu widmen.
Im Rahmen des Projektes "Gleichstellung sichtbar machen – CEDAW in Niedersachsen" können kommunale Gleichstellungsbeauftragte finanzielle Mittel beantragen, um das Thema Häusliche Gewalt intensiv zu bearbeiten. Damit wird auch zur Umsetzung der Istanbul-Konvention des Europarates beigetragen.


Modellregion Osnabrück

Häusliche Gewalt – Für ein transparentes Hilfesystem
In der Modellregion Osnabrück wird bereits seit 2018 zu diesem Thema gearbeitet: Politik, Beratungsstellen, Polizei und Krankenhäuser tauschten sich bei Veranstaltungen aus. Dabei ging es um Erkennungsmechanismen von häuslicher Gewalt, um Präventionsarbeit und auch Herausforderungen, denen sich Kommunen, Bund und Länder stellen müssen. Der Fokus wurde dabei auf Hochrisikofälle und auf neue Netzwerke gelegt, um zukünftig gemeinsam geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen. Auch Behörden wie Jugendämter oder Jobcenter, Bildungseinrichtungen, Kliniken, und Frauenhäuser sind wichtige Instrumente zur Erkennung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Weitere Informationen zu den Aktivitäten der Modellregion Osnabrück.


Modellregion Landkreis Harburg

Im Landkreis Harburg existiert bereits seit langem ein Netzwerk gegen häusliche Gewalt. In diesem Netzwerk sind alle Akteurinnen und Akteure vertreten, die direkt an der Interventionskette beteiligt sind. Denn häuslicher Gewalt kann nicht durch Einzelmaßnahmen entgegengewirkt werden. Ein kombiniertes und koordiniertes Zusammenwirken der verschiedenen Fachrichtungen ist unabdingbar, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Der direkte und persönliche Austausch der unterschiedlichen Disziplinen trägt sowohl dazu bei, den Opfern häuslicher Gewalt zeitnah und effektiv zu helfen als auch schnell, unkompliziert und hochprofessionell „Hochrisikofälle“ zu beraten und ggf. weitere Maßnahmen einzuleiten. Dieses Netzwerk soll nun in ein digitales Netzwerk transformiert werden. So ist es unter dem Motto „Gemeinsam gegen häusliche Gewalt im Landkreis Harburg“ mit einer neuen Website online gegangen und hat sich in sozialen Medien etabliert. Seit Anfang 2022 ist der Landkreis Modellregion im Rahmen des CEDAW-Projektes. Weitere Informationen zur Modellregion.


Dauerausstellung zum Thema Häusliche Gewalt in Osnabrück: Rosenstraße 76

Die Ausstellung kann kostenlos besichtigt werden. Weitere Informationen auf der Website der Diakonie Osnabrück.

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